Warum wir das EU-Bio-Siegel ablehnen.

Unser Unternehmen arbeitet in kleinen, langsamen, kreativen Facetten. Alles wird mit Liebe von Hand gemacht. In großer Naturverbundenheit. Das Einzelne ist uns dabei ebenso wichtig wie das Ganze in seinem Gefüge und seiner Harmonie: Das Land, die Saat, die Pflanzen und die Tiere, die Artenvielfalt und die Menschen in ihrer individuellen Einzigartigkeit und in ihrem sozialen Zusammenwirken.

Unsere Art der Ökonomie findet in aller Offenheit statt. Die Küche ist offen. Die Läden sind offen. Der Hof ist offen. Jeder kann uns über die Schulter schauen. Für jeden sind wir ständig ansprechbar. Dadurch erzeugen wir einen Grad an Transparenz und Vertrauen, den das rein bürokratische Kontrollsystem des EU-Bio-Siegels niemals erreichen kann. Was es aber erreichen könnte, wenn wir danach handelten, wäre eine Zerstörung unserer Kreativität. Denn man verlangt von uns z.B. für jede Mahlzeit, die ein Kunde aus unserer Hand bekommt, den lückenlosen Nachweis der Bio-Qualität für jede einzelne Zutat laut Rezept zu erbringen und auf einem Lieferschein zu deklarieren.

Das ist absurd. Denn Kunden haben Wünsche und Köche haben tolle Ideen und es gibt tausend gute Gründe das Rezept ad hoc zu verändern. Und dann? Nein danke, wir lehnen das EU-Bio-Siegel ab. Wir erkennen darin den Versuch die kleinen, kreativen, nicht so ertrag- dafür aber oft einfallsreichen Betriebe und Ökonomien zu verdrängen, damit die von ihnen geschaffenen Märkte den Giganten der Fast-Food-Lebensmittelindustrie anheim fallen sollen.

Dagegen sind wir.

Gegen eine Monokultur, die durch Profitgier erzeugt wird und Menschen krank macht. Und wir stehen ein für eine Kultur, in der die Vielfalt der Ideen fantasievoller Menschen zur Geltung kommt und sich ohne Barrieren ausbreiten kann.

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